Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Bayern e.V.

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Radltour 2016 vom 09.09. - 11.09.2016 durch das Allgäuer Voralpenland

"Man kann ja viel sagen, aber das Gras im Allgäu ist wirklich grüner…!"
Tag 1: Treffpunkt war 17:00 Uhr im Tagungshaus Schönstatt aufm Berg. Nach und nach trudelten alle unter einem Königsblauen Himmel auf der Terrasse des Tagungshauses ein. Im Hintergrund schallen mehrere Kuhglocken von der kleinen Weide herüber, die nur einen Steinwurf von der Terrasse entfernt ist. Es wird eingecheckt, wir beziehen Zimmer die so brandneu sind, dass sie noch riechen als wäre der Maler eben erst fertig geworden. Mein Highlight jedoch ist der fantastische Ausblick vom Balkon über den Niedersonthofener See, mehrere Gipfel in denen ein paar Quellwolken festsitzen und die wunderbar saftig grünen Wiesen. (Walter wollte nicht verraten wie die Allgäuer dieses satte Grün zustande bringen.)

Walter und Waltraud vom Freundeskreis Kempten haben diese Tour organisiert. Nach dem Abendessen erklärt Walter uns die Streckenführung und erläutert wichtige Punkte. Ein besonderes Highlight spart er sich bis zum Ende auf. Es gibt T-Shirts! Gesponsert von der örtlichen AOK. Sie sind fantastisch. Danach sitzen wir noch auf der Terrasse zusammen und führen interessante Gespräche. Der Himmel ist sternenklar und ich sehe zum allerersten Mal eine Sternschnuppe.


Tag 2:
Morgens um 6.19 Uhr reißt mich die Vorfreude aus dem Schlaf. Ich stürze zum Fenster, reiße die Balkontür auf und werde mit dem belohnt was ich erwartet hatte: Viel frische Luft und ein grandioser Sonnenaufgang. Da ich eine der Ersten bin, gehe ich erstmal spazieren. Gegen 8 Uhr ist dann auch der letzte - wenn vielleicht auch der ein oder andere noch wortkarg-  auf der Terrasse angekommen. Nach dem Frühstück geht es an die letzten Vorbereitungen und wir radeln mit einer klitzekleinen Verspätung los.

In der Sonne ist es bereits angenehm warm. Zunächst geht es flott und in einigen Serpentinen bergab, der Fahrtwind erfrischt und vertreibt die letzten Zeichen Müdigkeit aus den Gesichtern. Wir nähern uns Kempten fahren jedoch vorbei und nähern uns nach ca. 90 Minuten unserer ersten größeren Rast bis dahin wurden natürlich schon die ein oder andere (je nachdem wo man fuhr) Verschnauf- bzw. Aufhohlpause gemacht. An einem Badeweiher gibt es Brotzeit mit Brezen, Banane, Würstchen, Knacker, Müsliriegel und als absolut krönendes Highlight Lottes Tiramisu. Danke nochmals für diese super Verpflegung.

Nach ca. 1 Stunde ging es weiter jetzt waren auch schon einige kurze Anstiege dabei, die jedoch für alle gut zu meistern waren. Wir kommen unter anderem an der Firma Edelweiss vorbei, an der es einen kleinen spannenden Vortrag über Sabotage gibt. Wir fuhren überwiegend im Wald oder auf Schotterwegen bei immer noch herrlich angenehmen Wetter und das Verpflegungsfahrzeug verfolgt uns. Dabei kommt schon ein bisschen Tour de France Feeling auf. Bei einer Kaffeepause im Landgasthof Sommerau auch ein Vertreter der AOK zu uns, der uns dann begleitet..

Nach der Kaffeepause und einer kurzen Verschnaufpause an der Wasserscheide geht es ins Gelände rauf zur Wachters Alpe. Der Weg führt auf einem Schotterweg hinauf auf die auf Alpe, welche auf 860m über N.N. liegt. Sie bietet einen grandiosen Blick in die Allgäuer Bergwelt über den Niedersonthofener See hinweg. Der Blick bis auf die Zugspitze und in die Schweiz war uns leider nicht vergönnt, da ein paar Schönwetterwolken die Sicht beschränkten.

Unser Weg war nun schon fast am Ende zurück ging es über den Schotterweg, auf dem wir gekommen waren, den sogar ein paar Kühe für sich erobert hatten. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir wieder das Tagungshaus. Ein bisschen waren wir schon froh darüber dass uns die ganz harten Anstiege erspart geblieben sind und wir die Tour alles in allem sehr gut gemeistert haben.

An diesem Abend wurden nur noch die Abschlussreden gehalten und etwas gegessen. Die Terrasse leerte sich an diesem Abend doch ein wenig schneller als bei sonstigen Veranstaltungen, woher das wohl kommen mochte? 

Tag 3:
Am Sonntag wurden die Fahrräder wieder aufgesattelt und wir verabschiedeten uns nach und nach voneinander.

Die Radltour war wieder ein sehr schönes Erlebnis mit vielen netten Menschen und interessanten Gesprächen. Mit Vorfreude erwarte ich die nächste Radltour, die in Neumarkt i.d.OPf. stattfinden soll.
Vivian, Freundeskreis Schwabach

Faschingsball des FSG Neumarkt e.V. am 23.01.2016 - Ein rundum gelungenes Fest! -

Seit vielen Jahren feiert der FSG Neumarkt e.V. seinen traditionellen alkoholfreien Faschingsball in der Gaststätte "Zur Au" in Woffenbach. Für die musikalische Unterhaltung konnte auch dieses Jahr wieder DJ Klaus McAusten gewonnen werden, der mit seiner Musik richtig gute Stimmung machte.

Ein Faschingsball, der jedes Jahr von ein paar guten Geistern mit viel Freude und Engagement vorbereitet wird und der jedes Jahr so seine besonderen Überraschungen und Schmankerl bereit hält. Dieses Jahr wurde den Faschingsgästen eine kleine Zeitreise durch die Welt des deutschen Schlagers mit dem Motto "Wir singen ein Lied für Euch" geboten.

Es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut und im wahrsten Sinne des Wortes Himmel und Hölle bewegt, um unsere internationalen Gäste auf die Bühne zu bekommen. Denn ein paar unserer Stars sitzen entweder auf einer Wolke, frohlocken und singen "Hosianna" oder sie sitzen in der warmen Hölle und der Höllen-Wächter "Hades" mit seinem Hund „Cerberus“ mussten überzeugt werden, dass die Herrschaften für ein paar Stunden Freigang erhalten, aber natürlich auch wieder wohlbehalten abgeliefert werden. Ehe ich es mich versah, hatte mir zwei guter Geister mit ihrer Charme-Offensive die Aufgabe der Moderation dieser Zeitreise übertragen. Die "Frau Homepage" könne doch auch mal was Produktives machen, nicht nur Bildchen hochladen und so.....! Nun denn, da stand ich nun da mit meinem Talent.

So habe ich also diese kleine Zeitreise begleitet und meine Stars den charmanten Andreas Gabalier, die kesse Wencke Myhre, Roy Black und Anita, Trude Herr, die keine Schokolade mag, die Beatles, die eine Nacht einem harten Tag besangen, eine "Atemlose" Helene Fischer, den Frauenschwarm und Festgarant DJ Ötzi der einen Stern besingt, Mouth & McNeal, die wissen wie man sich bei Sprachbarrieren trotzdem verständigen kann, die Fahrenden Musikanten Nina & Mike, der unvergessene Schlagerstar Drafi Deutscher mit seinem Riesenhit "Marmorstein und Eisen bricht, aber..." und natürlich auch Wolfgang genannt "Wolle" Petri mit seinem Hit "Wahnsinn" angekündigt und vorgestellt.

Als krönenden Abschluss sangen sie alle miteinander "Mexico" und mussten eine Zugabe geben. Ich kann nur sagen, meine Stars waren allererste Sahne und ich bin überzeugt, die Zuschauer fanden das auch! Ohne unsere Musikdirigentin Sieglinde hätte das aber nicht so toll geklappt. Man munkelt, dass meine Stars schon weitere Angebote erhalten haben.

Es hat uns allen zusammen riesig Spaß gemacht, auch wenn wir vorher doch tatsächlich ziemlich nervös gewesen sind. Dieser Auftritt und auch die Vorbereitung war für mich ein neues Erlebnis und hat mir eine besondere Art der Verbundenheit vermittelt. Ein tolles Gefühl! So was kann man nur erleben und spüren, wenn man mitmacht! Es lohnt sich wirklich. Der nächste Fasching kommt bestimmt. Wie heißt es so schön? "Nach dem Fasching ist vor dem Fasching!" und ...... 2017 kommt ganz bestimmt!

Gisela, FK Neumarkt

Offenes Frauen-Forum zu "Prävention sexueller Belästigung - welche Möglichkeiten haben wir?"

Am 4. Februar 2016 trafen sich neun Frauen, um sich in den Räumen von Kiss zu diesem Thema auszutauschen.

Am Ende haben wir beschlossen, in unserer Funktion als Multiplikatorinnen in den Selbsthilfegruppen, das Resümee unserer lebhaften Diskussion an alle Selbsthilfegruppen in Mittelfranken zu verschicken. Möge es die ein oder andere Gruppe zu weiteren Diskussionen anregen…!

Zunächst einmal möchten wir festhalten, dass es keinerlei Rechtfertigung für sexuelle Belästigungen von Frauen gibt. Dies ist und bleibt Unrecht, das juristisch verfolgt werden muss. Es gibt aber auch keinerlei Gründe, aufgrund des kriminellen Verhaltens einiger zugewanderter Männer gegenüber Frauen, alle derzeitigen Zuwanderer als Kriminelle abzustempeln. Sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen gab und gibt es in allen Kulturen, sicherlich mit unterschiedlicher Ausprägung aufgrund der unterschiedlichen Geschichte in den verschiedenen Ländern.

Da es aber um die Prävention ging, haben wir uns verschiedene Aspekte angeschaut. Die Ergebnisse sind unsere Sichtweisen und in der Zusammenfassung sicherlich auch plakativ, d.h. wir schildern Tendenzen, die nie auf alle Frauen zutreffen müssen:

1. Was macht es uns Frauen so schwer uns zu wehren?

  • Wir lernen häufig, uns zurück zu nehmen
  • Wir lernen häufig, Dinge zu erdulden 
  • Wir fühlen uns deshalb schneller als Opfer 
  • Wir trauen uns deshalb nicht, in der Öffentlichkeit laut zu werden e. Wir schämen uns, dass uns so etwas passiert

2. Was können wir tun, um unsere Ängste vor Übergriffen im öffentlichen Raum zu reduzieren?

  • Auf dem Heimweg von der U-Bahn oder dem Bus Begleitung suchen, d.h. vertrauenserweckende Personen ansprechen: „Kann ich mit Ihnen gehen?“, bei Bedarf ein Taxi nehmen. 
  • Auch schon in der U-Bahn oder im Bus schauen, dass ich mich zu anderen vertrauenserweckenden Menschen setze. Grundsätzlich sollten Frauen nachts im 1. U-Bahn-Wagen fahren, dann können sie sich gegenseitig Schutz geben oder es gibt evtl. noch eineN FahrerIn. 
  • Bei bedrohlichen (oder auch nur unklaren) Situationen laut werden (Trillerpfeife, Hilfe herbeirufen) oder andere Menschen direkt um Hilfe bitten. Das können wir auch tun, wenn wir mitbekommen, dass andere Frauen belästigt oder bedroht werden. D.h., Belästigungen im öffentlichen Raum als solche laut benennen!
  • Selbstbehauptungs- oder Selbstverteidigungskurse mitmachen; auch öfter, denn Verteidigung braucht Übung. 
  • Aber wir können auch darauf achten, dass wir bei Nacht hell erleuchtete Wege nutzen, bei kleinen Straßen in der Mitte gehen und für den Notfall etwas dabei haben, mit dem wir uns verteidigen können (da muss jede für sich selbst schauen, was für sie das Richtige ist).

Wir meinen, dass es wichtig ist, die eigenen Ängste ernst zu nehmen, denn sie sind durchaus begründet. Aber es ist auch wichtig, sich nicht mehr als nötig ängstigen zu lassen! Denn: Die Straße ist auch bei Nacht für alle da!!

Wir können uns vorstellen, Neuzuwanderern im persönlichen Gespräch zu erzählen, dass uns die Werte des gegenseitigen Respektierens von Mann und Frau im Zusammenleben als große Gemeinschaft wichtig sind – wir machen positive Erfahrungen in unserem Umfeld, wenn wir diesen Respekt erfahren.

Und zum Schluss haben wir noch etwas ganz allgemeines festgestellt: Wenn Kinder, egal ob weiblich oder männlich, nicht mehr lernen, sich im öffentlichen Leben selbstständig zu bewegen, sprich, z.B. alleine oder in Gruppen in die Schule und wieder heim zu laufen, lernen sie nicht, sich selbst zu behaupten bzw. Verantwortung für sich und für die anderen in der Gruppe zu übernehmen. Dies verstärkt sicherlich die Tendenz für die Haltungen „ich trau mich nicht“ und „damit habe ich nichts zu tun“.
Elisabeth Benzing (Kiss)

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Plakatausstellung "Herauswachsen aus der Sucht - frei sein!"

Am 23.2.2016 wurde die Plakatausstellung des Bundesverbandes im Südstadtforum in Nürnberg mit einer Vernissage eröffnet. Ingrid Jepsen begrüßte zunächst die Gäste. Frau Frank-Schinke vom Sozialamt, Herrn Kays, den Suchtbeauftragten der Stadt Nürnberg, die Stadträtin Frau Friedel, Frau Lagler, Frau Sharma und Frau Ehrlich von KISS und Frau und Herrn Halsband vom Kreuzbund. Ferner vom Bundesverband den Vorstand Andreas Bosch, die Stellvertreter Elisabeth Stege, Erich Ernstberger sowie die Suchtreferentin Anika Bornemann, die Vorstandschaft des Bayerischen Landesverbandes und zahlreiche Besucher der Freundeskreise. Ein besonderer Dank ging auch an Barbara Mahle, die die Ausstellung im Südstadtforum der Stadt Nürnberg ermöglichte. Besondere Erwähnung und Dank verdient auch die Barmer GEK, die dieses Projekt gefördert hat.

Durch eine frühere Fotoausstellung des KISS inspiriert, machte sich das Team (Ute Krasnitzky-Rohrbach, Elisabeth Stege, Anika Bonnemann und Ingrid Jepsen) daran, ein ähnliches Projekt zu verwirklichen. So starteten sie eine Umfrage in den bundesweiten Freundeskreis-Selbsthilfe-gruppen und fanden viele Freundekreisler, die sich bereit erklärten, sich mit ihrem persönlichen Foto einzubringen. Jede/r bekam eine Frage gestellt, die mit max. 3 Sätzen zu beantworten war. Entstanden sind mit der professionellen Unterstützung von Jo Wessler, Grafiker, 22 tolle Porträts mit einer bunten und sehr ansprechenden Sammlung von Statements zu Themen wie „Lebensglück trotz persönlicher Suchterfahrungen“, „Offenes Bekenntnis zur Sucht“, „Wichtigkeit von Familienarbeit“, "Zufriedenheit und Ausgeglichenheit", „Unterschiedliche Zugänge zum Freundeskreis“...

Für mich persönlich ist beeindruckend, dass eine Aussage wie "eine gute Balance zwischen aktivem Handeln (Arbeit, Freizeit Sport) und Entspannung"  doch so wichtig für eine gute Bewältigung unseres Lebensalltages ist. Hier haben sich Menschen mit sich und ihren Problemen wirklich auseinander-gesetzt und einen Weg in die Balance und Ausgeglichenheit gefunden. Diesen Weg zu finden ist ja nicht nur für Menschen mit einem Suchthintergrund wichtig, sondern eine Heraus-forderung, der sich alle Menschen stellen sollten und deren Umsetzung sich jeder Mensch zu Herzen nehmen sollte!
Gisela, Freundeskreis Neumarkt

Eindrücke und Momentaufnahmen der Vernissage

Die Ausstellung kann bis Ende Mai 2016 besucht werden.

Südstadtforum Service und Soziales
Siebenkeesstr.4
90459 Nürnberg 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

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Delegiertenversammlung des Landesverbandes Bayern e.V. der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe vom 18. – 20.03.2016 in Reimlingen

Die Delegiertenversammlung begann am Freitag, den 18.03.2016 mit einem gemeinsamen Abendessen und anschließenden interessanten Gesprächen. Parallel dazu fand die erweiterte Vorstandssitzung statt, Teilnehmer sind die Begleiter der Bayerischen Freundeskreise. Außer Eckental-Heroldsberg waren alle anwesend.

Der 19.3.2016 startete mit dem Bericht des Vorstandes Helmut Lorenz sowie der Bericht der Geschäftsstelle von Oliver Breiing über die Tätigkeiten und Projekte des abgelaufenen Jahres, eine Bilanz nach dem ersten Jahr ihrer Amtszeit.

Daran anschließend wurde zunächst der Bericht der Kasse durch Claudia Fleischmann und danach der Bericht der Kassenprüfer durch Josef Härtl vorgestellt. Als Wertschätzung ihres Engagements und des erfolgreich verlaufenen Jahres wurden sowohl der Vorstand als auch die Kassiererin einstimmig entlastet.

Da sowohl das Amt eines stellvertretenden Vorstandes als auch das eines Schriftführers neu zu besetzen waren, wurden daran anschließend die Wahlvorbereitungen getroffen und die beiden Kandidatinnen stellten sich persönlich bzw.(aufgrund berufsbedingter Abwesenheit) per Steckbrief vor. Eva-Maria Bradler wurde einstimmig zum stellvertretenden Vorstand und Romy Eberlein mit einer Gegenstimme zur Schriftführerin gewählt. Beide Damen nahmen die Wahl an. Die zwei zu besetzenden Posten als Kassenprüfer wurden ebenfalls neu besetzt.

Als Bundesdelegierter wurde Toni Geitner vom FSG Neumarkt e.V. einstimmig in seinem Amt bestätigt und Helga Benke vom FK Röthenbach einstimmig neu gewählt.

Die Anträge auf Aufnahme der beiden neuen Freundeskreise Lauf und Roth wurden einstimmig angenommen. Auf die übliche Probezeit wurde verzichtet.

Nach der Pause wurden die Kosten der Seminare, die rückläufigen Fördermittel und die Erfordernis der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge erörtert. Zu erwähnen ist hierbei, dass die Teilnahme an den intern angebotenen Seminaren besser sein könnte und die Freundeskreise wurden aufgefordert Wünsche und Vorschläge für zukünftige Seminare beim Landesverband abzugeben.

Nach einem kurzen Bericht über das derzeitige Projekt „Freundeskreise im Wandel“ wurden die Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt und durften sich mit dem Themenkomplex „Inwieweit kann ich mich auf Neues einlassen“ befassen. Die Aufgabenstellungen waren sehr interessant und anspruchsvoll:

  • Erstellen einer Kollage mit der Frage: „Warum gehe ich in die Selbsthilfegruppe?“
  • Erklärung eines Bildes, wobei nur die 1. Person das Bild sehen durfte und das Gesehene an den nächsten Teilnehmer weitergab, usw. 
  • Kommunikation ohne Gestik, Mimik und Worte 
  • Wer bin ich in einer Darstellung als Wappen
  • Das eigene Befinden darstellen in Form eines Wetterberichtes 

Danach wurden die Ergebnisse vorgestellt und das Befinden der Teilnehmer während der Gruppenarbeit besprochen. Alle Aufgaben eignen sich gut zum ausprobieren in der Selbsthilfegruppe, um so evtl. eingefahrene und liebgewonnene Gewohnheiten aufzurütteln (Aufgabenstellung).

Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen, anschließendem Spaziergang nach Nördlingen und/oder Gesprächen in Reimlingen abgerundet.

 

Am 20.03.2016 wurde nach einer kurzen gemeinsamen Einstimmung der Bericht des Arbeitskreises Öffentlichkeit des Landesverbandes vorgetragen, der vor ca. 1 Jahr seine Arbeit aufgenommen hat. Als wesentliche Aufgaben wurden die Verbesserung des Netzwerkes innerhalb der Freundeskreise und das Erreichen einer höheren Transparenz dargestellt. Ferner wurde eine Flyer-Vorlage als Unterstützung für die bayerischen Freundeskreise vorgestellt, mit dem Ziel, einen möglichst einheitlichen Auftritt der Bayerischen Freundeskreise nach außen (Wiedererkennungswert) zu erreichen.

Daran anschließend wurde das Projekt des Bundesverbandes „Wir Chatten über Sucht“ vorgestellt. Hier werden noch Teilnehmer gesucht, die den Chat im Alltag betreuen sollen (Idealziel 365 Tage möglichst rund um die Uhr). Ferner berichtete Erich Ernstberger noch über weitere Aktivitäten des Bundesverbandes. Anschließend erfolgten die Berichte der einzelnen Freundeskreise und bevorstehende gemeinsame Veranstaltungen wurden kurz besprochen (Motorradtreffen, Minigolfturnier, Radltour, Freundeskreisfreizeit).

Die Delegiertenversammlung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen gegen 13:00 Uhr. 

Das Jahresbericht 2016 sowie das Protokoll sind im internen Bereich abgelegt.
Gisela Berger, AKÖ

Bundesdelegiertenversammlung der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e.V. vom 06.05. – 08.05.2016 im Nordkolleg in Rendsburg

Die Versammlung begann mit der Eröffnung und Begrüßung durch Andreas Bosch, unserem Bundesvorsitzenden. Die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt.

  • Das Protokoll vom 08.05.-10.05.2015 wurde einstimmig genehmigt. 
  • Der Jahresbericht 2015 wurde vorgelegt. 
  • Das neue Journal 1/2016 wurde präsentiert.

Der Bericht über die Prüfung der Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2015 durch die Treuhandstelle der Diakonie Hessen hatte vorgelegen und wurde einstimmig genehmigt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Der Finanzplan 2016 hatte ebenfalls vorgelegen und wurde einstimmig genehmigt. 
Die Aufgaben des Bundesverbandes für 2016, sowie die Verwaltungsaufgaben wurden vorgestellt und diskutiert.

Teilnehmer für Bayern waren: Helga Benke,  Claudia Fleischmann (Vertretung für Toni Geitner), Ingrid Jepsen,  Helmut Lorenz (Vorstand Bayern).

Die Arbeitskreise des Bundesverbands für 2016 wurden vorgestellt:

• AK „Öffentlichkeitsarbeit“
• AK „Sucht und Familie“
• AK „Freundeskreise im Wandel“

Projekte mit KK-Förderung:

  • DAK: „Der Umgang mit schwierigen Themen in der Sucht – Erstellung einer Denk- und Arbeitshilfe für die Gruppenbegleiter“ 
  • KKH: „Schulung für ehrenamtliche Betreuer des Chatrooms": Bisher haben sich bundesweit ca. 20 Betreuer finden lassen. Es dürfen gerne mehr werden. Der Chatroom ist ab Mitte Mai Online und zwar täglich außer Samstag von 19- 21 Uhr! Fragen bitte an Anika Bornemann (Suchtreferentin) richten. Die Adresse für den Chat: http://chat.freundeskreise-sucht-baden.de
  • GEK: „Förderung der Kreativität der Gruppenteilnehmenden in den Freundeskreisen für Suchtkrankenhilfe zur Optimierung der Selbsthilfearbeit". Workshop vom 15.-17.07.2016 in Bad Emstal, Anmeldungen bitte über den Landesverband. Anmeldeschluss: 04.07.2016
  • TK: „Freundeskreis-Workshop: Ich bin, wie ich bin! Warum? Die Auswirkungen auf das soziale System“. Dieser Workshop findet vom 11.-13. 11.2016 in Neumarkt/Oberpfalz statt. Anmeldungen bitte über den Landesverband! Anmeldeschluss: 24.10.2016.

Bundeskongress 2018:
Geplant und gewünscht  war nach den Erfahrungen in Alsfeld, dass der nächste Kongress in einem Hause, also Kongress, Workshops und Übernachtungen, stattfinden sollte. Eine Option war ein großes Hotel in Kassel, also auch für alle zentral gelegen. Knackpunkt waren die relativ hohen Kosten für die Teilnehmer. (ca. 550,00 EUR für zwei Personen für das komplette Wochenende). Hier gab es einige Diskussionen.

Während bei unserer Lndesdelegiertenversammlung (Bayern) im März abgestimmt wurde, dass unsere Bundesdelegierten für den Kongress stimmen sollten, war hier leider die Mehrzahl der Delegierten dagegen. Somit wird es 2018 keinen Kongress geben wird. Ein neuer Zeitpunkt wurde noch nicht festgelegt.

Offensichtlich ist es in anderen Bundesländern schwierig, Gelder für solche Projekte zu bekommen, es gibt anscheinend noch nicht überall runde Tische so wie in Bayern, die eine Verteilung der KK-Gelder sicherstellen. Es werden gerne Vorschläge und Ideen für den Kongress angenommen, die bitte an die Geschäftsstelle zu richten sind. 

Berichte der Landesverbände:

Für Bayern las Claudia Fleischmann den Bericht vor. Sie berichtete dass das Projekt "FK im Wandel" gut läuft und dass der AKÖ derzeit hauptsächlich nach innen arbeite.

Außerdem teilte Sie mit das unsere Seminare immer schlechter besucht werden. Nach Lösungen wird mit den Gruppen gesucht. Es wird hierbei versucht die Kreativität Erlebnis und Selbstfindung in die Seminare einzubauen.

Sie nahm die Gelegenheit wahr, sich als „neue“ Frau vorzustellen. Das wurde mit Beifall aufgenommen und Claudia gab in der darauf folgenden Pause auch gerne darüber nähere Auskunft.

Berichte über die Mitarbeit in den Mitgliedsverbänden: 

DHS, GVS und Diakonie Hessen.


Am Samstag hatten wir Kleingruppenarbeit mit dem Thema: Was weißt du über den Bundesverband? 

Hier ein paar Fragen:

  • Welche Aufgaben und Ziele des Bundesverbandes kennst du?
  • Welche Projekte sind dir bekannt? 
  • Welche Arbeitskreise sind dir bekannt?
  • Wie schätzt du dieses Wissen in deinem LV, in deiner Region und in deinem Freundeskreis ein?
  • Was sollte der Bundesverband tun, damit seine Arbeit und Ziele bekannter werden?
  • Wie kann die Kommunikation zwischen den Freundeskreisgruppen und dem Bundesverband verbessert werden?
  • Was brauchst du, um Inhalte aus der Arbeit des Bundesverbandes weiterzugeben?
  • Wie stark schätzt du die Identifikation mit der Freundeskreisidee in deiner Gruppe, dem Landesverband und dem Bundesverband ein? Wäre das nicht mal etwas für die Gruppenarbeit? (Ergebnisse bitte an die Geschäftsstelle des BV).

Am Samstag, nach getaner Arbeit, trafen wir uns zum fast schon traditionellen Eis essen in einem Lokal direkt am Nord-Ostsee-Kanal. Empfehlenswert. Netterweise kamen auch ein paar Schiffe vorbei, große und kleine. Sehr gut gefiel mir unser Tagungsort, das Nordkolleg in Rendsburg. Viele Einzelgebäude innerhalb eines Gartens mit alten Apfelbäumen, Rosen, Kräutern, Nutzpflanzen. Alle mit einem Namensschild versehen. Wunderschön! Ende der Delegiertenversammlung am Sonntag nach dem Mittagessen. 
Nürnberg, 15.05.2016 Ingrid Jepsen

25 Jahre Freundeskreis Schwabach

Am 17.09.2016 feierte der Freundeskreis Schwabach sein 25-jähriges Bestehen. Los ging es für die ortsansässigen FK’ler bereits am Freitag um 17 Uhr mit dem Aufbau, der durch tatkräftige Unterstützung schnell abgewickelt wurde. Am Samstag wurden ab 8 Uhr letzte Vorbereitungen getroffen und dann trudelten gegen 9:30 Uhr auch schon die ersten Gäste ein. Ab 10 Uhr gab es als "warm up" zunächst Butterbrezen und Kaffee.

Um kurz vor 11 Uhr begrüßte unser Organisator und Freundeskreisleiter Roland Schmidt alle Gäste darunter den OB von Schwabach Herrn Matthias Thürauf, den Vertreter der Suchtberatung der Diakonie Roth-Schwabach Herrn Matthias Münz, Vertreter der KISS, außerdem einen Reporter des Schwabacher Tagblattes, der Vorstand des Landesverbandes Bayern e.V. der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe sowie Vertreter der Freundeskreise Nürnberg, Forchheim, Neumarkt und die inzwischen eigenständigen Rother.

Nach einführenden Worten von unserem Freundeskreisleiter Roland, hielten die Herren Thürauf, Münz und auch der Vorsitzende unseres Landesverbandes Bayern e.V. der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe  Helmut Lorenz kurze Reden. Sie lobten die Arbeit des Freundeskreises und drückten die Dankbarkeit darüber aus, dass es auch in Schwabach eine niederschwellige Anlaufstelle für Menschen mit Suchterfahrung gibt. Herr Thürauf sicherte überdies die weitere Unterstützung zu. Im Anschluss überreichten die Vertreter der Freundeskreise und die Damen von KISS Präsente zum Jubiläum.

Nach diesem offiziellen Teil wurde sich weiter angeregt unterhalten und vor allem viel gelacht. Zu Mittag gab es eine vorzügliche Gulaschsuppe mit Brötchen und einer optional hinzuzufügenden Chilisoße, mit der es hier und da etwas übertrieben wurde und daraus folgend der ein oder andere hochrote Kopf zu beobachten war.

Gegen 13 Uhr ergriff der Landesvorsitzende noch einmal das Wort und führte kurz durch die Geschichte des Freundeskreises Schwabach und seinen eigenen Anfängen. Er ging darauf ein welche Definition von "Freundschaft" der Arbeit der Freundeskreise  zugrunde liegt, dass die Freundeskreise für alle Suchtformen offen sind und inbesondere auch Angehörige, Freunde, Bekannte ermutigen wollen, in die Gruppenabende zu kommen. Darüber hinaus machte er auf die vielfältigen Angebote der örtlichen Freundeskreise sowie des Landes- und Bundesverbandes aufmerksam.

In den folgenden Stunden gab es noch sehr leckeren Kuchen. Die gesamte Veranstaltung war sehr schön, denn wenn man FK’ler zusammen bringt, kommen die Themen ganz von alleine.
Vivian, FK Schwabach

"Zauberwald trifft Bergfee" - Grillfest vom FK Hersbruck am 30.07.2016

Auf dem Hartenberg bei Happurg wurde am 30. Juli 2016 so richtig gefeiert. Brigitte vom FK Hersbruck hat dort ein wunderschönes Grundstück, auf dem sich ein hübsches kleines Häuschen befindet, das sie derzeit zu einem Café ausbaut. Das Café wird dann wohl mal „Bergfee“ heißen – und der Name ist Programm. Grundstück ist nämlich ein viel zu schwaches Wort für dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – zauberhafte Fleckchen Erde. 65 Menschen fanden an diesem Samstag in dem wunderschönen Garten zusammen und haben gemeinsam gefeiert. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ausnahmslos alle hin und weg von der Location waren. Und nicht nur die Örtlichkeit hat überzeugt.

Man hat auf den ersten Blick gesehen, wieviel Arbeit und Mühe investiert wurde, um diesen Tag unvergesslich zu machen. Ich könnte schon einen kompletten Bericht nur über die wundervollen Sitzecken und Dekorationsexperimente schreiben… Schatzkisten, zwischendrin mal eine uralte Beinprothese mit einem Wanderschuh, natürlich überall Kerzen und Lichterketten ein Schweinegehege mit vier wild aussehenden (lebenden) Schweinen, direkt hinter dem Zaun weideten die Kühe des Nachbarn, um nur ein wenig die Atmosphäre zu beschreiben, die in diesem Feengarten herrscht. Eine absolut idyllische Angelegenheit.

Zu all dem kommen nun noch die vier Musiker von „Draiocht Foraoise“ (übersetzt heißt das Zauberwald“) und die Magie irischer Folkmusik hinzu – die Gäste waren vom ersten Moment an völlig verzaubert. Apropos Gäste! Eine kleine Liste der anwesenden Gruppen möchte ich euch nicht vorenthalten: Oliver vertrat den FK Altenberg; aus Röthenbach und Lauf waren Erich mit Frau, Carsten und noch ein paar andere da; aus Dietfurt u.a. Michael (der ja die Band dabei hatte); die Neumarkter wurden u.a. durch Heiner vertreten – der einen fantastischen Job als Schweine-Grillmeister hingelegt hat; natürlich waren auch Freunde aus Schwabach, Roth und Nürnberg anwesend; den weiten Weg aus Kempten haben Hannelore und Franz nicht gescheut (sie kamen schon das zweite Mal auf den verzauberten Berg und haben mit Brigitte die Suchthelferausbildung gemacht); und um das ganze „international“ zu gestalten hatten wir ja auch noch die Damen von „die Hände“ (eine Laufer Frauen-Selbsthilfegruppe) und vier Nürnberger Guttempler zu Besuch.

Ich kann keine Gewähr geben, dass ich wirklich alle Gruppen hier erwähnt habe, die der Einladung aus Hersbruck gefolgt sind – aber zumindest ein kleiner Überblick ist hiermit gegeben. Auch wenn hier jemand ungenannt geblieben sein sollte, haben wir uns über JEDEN Gast gefreut.

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Ich persönlich habe ja nur die 10 KG Kartoffelsalat beigesteuert und möchte mich daher nochmal bei allen Helfern bedanken, die einen wahnsinnig tollen Job gemacht haben. Allen voran dem Gartenteam, die schon Wochen im Voraus extrem viel geleistet haben, um diesen Tag und den Ort zu einem echten Erlebnis zu machen. Natürlich bei allen Torten- und Kuchenbäckern, den Salatmachern und bei Brigitte, die ihren Feenberg für uns zur Verfügung gestellt hat. Im Namen von uns allen: Danke! Ihr wart und seid spitze! Es sei mir gestattet für Heiner einen ganz riesigen Superdank auszusprechen – ich habe in meinem Leben vorher noch keine so professionell zubereitete und zerlegte Sau vom Grill gegessen (das will was heißen – schließlich war mein Opa selber Metzger) Vielen lieben Dank an die Band, die unermüdlich für den hervorragend passenden, musikalischen Rahmen gesorgt haben. Und nochmal einen herzlichen Dank an alle Gäste, für die super Laune und die gute Stimmung, die ihr mitgebracht habt.

Ich weiß nicht, wem ich für das traumhafte Wetter danken soll – aber auch das sollte nicht unerwähnt bleiben. An diesem Tag hat einfach alles gepasst. Danke auch an Andreas unseren Bundesvorstand für die „Buffeteröffnungsrede“ und die Begrüßung der Anwesenden. Als Schlusswort sei gesagt: ich freue mich mal wieder eine Veranstaltung erlebt zu haben, die ganz hervorragend beweist – es geht auch ohne Alkohol oder Drogen! Gemeinsam, nüchtern Spaß und Freude zu teilen und richtig schön zu feiern, hinterlässt nur Gutes und man spart sich den Kater und das böse Erwachen.
Heiko Lenthe, FK Hersbruck

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Ausflug des FK Hersbruck am 04.06.2016 - "Die Entdeckung der Langsamkeit"

Wir, vom Freundeskreis Hersbruck machten samt einigen Familienangehörigen einen Tagesausflug. Wir hatten einen Bus gemietet, der uns am 04.06.16 um 8:15 Uhr am Hersbrucker Plärrer erwartete. Bayerischer Himmel in wunderbarem weiß-blau und reichlich Sonne hielten sich von Anfang an. Tja, wenn Engel reisen… Im Bus informierte uns der Fahrer zuerst mal, dass es Bier und Sekt bei ihm zu erwerben gäbe – was zu allgemeiner Erheiterung führte. Er wußte ja auch nicht, wen er diesen Tag über durch die Gegend kutschieren durfte.

Unser erstes Zwischenziel war der Falkenhof Schloss Rosenburg in Riedenburg. Wir besuchten die dortige Flugvorführung. Für mich war es das erste Mal, dass ich so einer Veranstaltung beiwohnte. Ich muss sagen: es war mehr als beeindruckend all die majestätischen Greifvögel im Flug beobachten zu können. Der Falkenhof beherbergt acht verschiedene Adlerarten, jeweils vier Bussard-, Eulen und Falkenarten, drei Sorten Geier, plus Schwarz- und Rotmilane. Die Tiere fliegen bei der Vorführung frei über die Köpfe der Zuschauer. Sie sind einem so nah, dass man den Wind ihrer Flügelschläge spürt und man sich instinktiv weg duckt, wenn so ein Tier einem knapp über den Kopf gleitet. Die Rosenburg bietet für so eine Flugschau auch einen tollen Rahmen. Malerisch auf einem Bergrücken über dem Altmühltal gelegen, ist sie ein wirklich schönes Zuhause für die Tiere und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wir aßen in der Gaststätte im Burghof zu Mittag und waren auch alle relativ zufrieden mit der Bewirtung und der Qualität des Essens. Die Stimmung war hervorragend, bei allen Teilnehmern. In der Burg aus dem 12. Jahrhundert ist außerdem ein kleines Museum mituntergebracht, das wir nach dem Essen besuchten. Die Exponate bestehen hauptsächlich aus ausgestopften Tieren - aber so konnten wir das Innere der Burg noch erkunden und den Blick auf die darunter gelegene Stadt genießen.

Unser Fahrer brachte uns dann zu unserem zweiten Halt, der Anlegestelle in Riedenburg, wo wir auf unser Schiff, die „Kelheim“ warteten. Eine wirklich schöne Reise auf dem Main-Donaukanal nach Kelheim. Wir zogen vorbei an Burgen und Schlösschen. Idyllische Örtchen und schöne Natur säumen den Kanal. Wir fuhren unter einer der längsten Holzbrücken Europas, dem „Datzelwurm“, durch. Dabei saßen wir auf dem Oberdeck in der Sonne, tranken gemütlich Kaffee, unterhielten uns, rauchten - und ließen uns entschleunigen. Mir ging es zumindest so. Ich habe mich selten so wohl gefühlt, wie bei dieser Flussfahrt. Natürlich haben wir auch Gruppenfotos an Deck gemacht und hatten alle wirklich Spaß.

Beeindruckend war auch die Schleusung vor Kelheim. 18 Meter Höhenunterschied werden dort ausgeglichen bis man auf Donauniveau ankommt. Aus dem Kanal hinaus – in die Donau hinein. Die Maschinen des Schiffes röhrten auf, als wir uns gegen die starke Strömung stemmten, um in den Kelheimer „Hafen“ zu gelangen. Wir stiegen um, auf die „Weltenburg“, um das Stück Donau hinaufzufahren, dass uns zum Kloster Weltenburg brachte. Der Unterschied zwischen Kanal- und Flussfahrt ist wirklich enorm. Mit einer Fließgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde ist die Strömung hier am Donaudurchbruch ausgesprochen stark: Der Fluss wird auf 90 Meter verengt, stellenweise ist er deshalb bis zu 25 Meter tief. Durch eines der schönsten Landschaftsschutzgebiete in Bayern zu fahren ist wunderbar. Die Natur ringsum beeindruckend. Ich kann nur jedem Leser empfehlen, diese Tour einmal zu machen. Und lustig ist auch die englische Übersetzung der Lautsprecheransagen – mit unverkennbarem oberpfälzer Dialekt.

Die Busfahrt zurück nach Hersbruck zeigte einem erst wirklich, wie schnell das Leben an Land so ist. Die Autos brausen vorbei, Menschen hasten herum… Die Realität hat einen wieder. Es war eine wirklich tolle Aus-Zeit, mit wirklich netten Menschen. Und mir persönlich gefällt am Besten, dass ich das alles nüchtern erleben durfte und mich auch. Heiko Lenthe, FK Hersbruck

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