Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Bayern e.V.

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Suchthilfe - Freundeskreise feiern Jubiläum in Röthenbach

Landesverband Bayern besteht nun seit 25 Jahren Gründungsversammlung im Oktober 1987 in Engelthal

Über 300 Delegierte und Ehrengäste haben in der Röthenbacher Karl-Diehl-Halle das 25-jährige Bestehen des Landesverbandes Bayern der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe gefeiert. Von deutschlandweit 16 Landesverbänden waren 14 vertreten also fast eine Bundesversammlung.

Hilfe zu Selbsthilfe, das ist es, was die Freundeskreise Süchtigen anbieten. Nicht umsonst der Name, wollen sie doch freiwillige und freundschaftliche Hilfe leisten. Die Geschichte vom Loch im Gehsteig, von einer Betroffenen in Röthenbach erzählt, verdeutlich dies: Plötzlich ist ein Loch da. Man fällt hinein, und es dauert lange, bis man mit Hilfe wieder herauskommt. Immer wieder versucht man, nicht in das Loch zu treten, doch immer wieder passiert genau das. Doch Freunde zeigen den Weg um das Loch herum. Bis dann, nach einer langen Zeit, das Loch seine Gefahr verloren hat.

22 Freundeskreise sind unter dem Dach des Landesverbandes eingetragen. Im Gegensatz zu weiteren Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern oder den Guttemplern betreuen die Freundeskreise Betroffene und Angehörige in einer Gruppe. Oft kommen sogar nur die Angehörigen. Die Vorgehensweise aller Organisationen ist aber die gleiche: Über die Sucht muss man reden, man muss dazu stehen, erst dann kann man helfen. So weit kommen sich die Sucht einzugestehen, ist ein weiter und schwieriger Weg.

Schätzungen gehen von 1,5 bis 3 Millionen Menschen in der Bundesrepublik aus, die ein Problem beim Umgang mit Alkohol haben. Längst gibt es von Behörden und Verbänden eindeutige Forderungen nach einem Alkoholverbot in der Schwangerschaft. Am Arbeitsplatz oder beim Medikamentengebrauch gibt es dieses Verbot schon länger. Auch das sogenannte Komasaufen von Jugendlichen gehen Fachleute immer wieder mit neuen Programmen an.

Erich Ernstberger, der Vorsitzende des Landesverbands, betonte gleich zu Beginn, dass in das Engagement der vielen freiwilligen Helfer mit großem Stolz erfülle. Er erinnerte an die Gründungsversammlung , die am 3. Oktober 1987 in Engelthal stattfand. Auch dass Andreas Bosch, der neue Bundesversitzende der Freundeskreis-Organisation, aus Hersbruck stammt, konnte er erfreut verkünden.

Weitere Redner darunter ein Vertreter der Staatsregierung, Regierungspräsident Thomas Bauer, Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Günther Steinbauer drückten ihre Hochachtung vor der Arbeit der Freundeskreise aus. Den Festvortrag hielt Professor Jörg Wolstein von der Universität Bamberg. Er durchleuchtete die Probleme, die bei der Arbeit mit Suchtkranken auftreten können. Wichtig sei es, so Wolstein, dass der Kranke selbst den Willen aufbringe, mit der Sucht zu brechen.

Im Nürnberger Land gibt es vier Freundeskreise, und zwar in Lauf, Röthenbach, Feucht und Hersbruck. Weitere Infos gibt es unter www.freundeskreise-sucht-bayern.de im Internet.

Quelle: Pegnitz-Zeitung/Brinek